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100-Jahre HELDEN(-arbeit) - Hof & Bildergeschichten

    • Fs25
  • BlackRacoon
  • 17. April 2026 um 20:58
In so genannten "Bilder/Hilfethreads" dürfen keine Bilder auf den Server von FBM hochgeladen werden.
Durch die hohe Anzahl an Bildern die täglich eingestellt werden ist eine baldige Serverauslastung vorauszusehen.
Da wir dies nicht kompensieren können und auch keine Bilder oder ganze Threads löschen möchten,
bitten wir euch auch in Zukunft die Bilder bei "Fremdhostern" einzustellen.
Wir empfehlen: https://de.imgbb.com/
  • BlackRacoon
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    • 24. Juni 2026 um 20:10
    • #21

    --> 7 Tage / 7 Geschichten <--


    ...TAG 4...


    ich stehe auf dem Hof und blicke auf den alten kleinen Schweinestall oder eher Unterstand. Der Geruch von Stroh und Schweinen ist endgültig verflogen.

    Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, doch meine kleine Schweinezucht war einfach nicht mehr rentabel.

    Wo früher unruhiges Grunzen die Luft erfüllte, herrscht nun eine produktive Stille. Ich habe den freien Platz umgenutzt und in die Zukunft investiert.

    In moderne Technik.

    Unter dem ersten, tiefen Vordach meines alten Wirtschaftsgebäudes glänzen die neuen Anschaffungen im fahlen Licht. Die Amazone Sähmaschine mit Kreiselegge und die Rau Einzelkorn.

    Daneben, griffbereit für die schwere Bodenbearbeitung im Herbst, parkt mein neuer Tiefengrubber von Amazone. Seine scharfen, schweren Schare warten darauf, die Erde tiefgründig aufzulockern.


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    Hinter der alten Scheune, geschützt durch ein rustikales Holzdach inmitten von blühenden Hecken und hohen Bäumen, habe ich den perfekten Unterstand für weitere Maschinen geschaffen.

    Auf der linken Seite leuchtet der fabrikneue Strautmann „Streublitz“ Miststreuer im typischen Grün-Rot.

    Gleich daneben steht das wuchtige, silberne Rekordia-Güllefass.


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    Als ich die neuen Maschinen so geordnet und einsatzbereit dastehen sehe, spüre ich keine Wehmut mehr.

    Mein Hof lebt weiter – nur eben anders als früher.

  • BlackRacoon
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    • 25. Juni 2026 um 19:06
    • #22

    --> 7 Tage / 7 Geschichten <--


    ...TAG 5...


    Mein Herz hämmert wie ein wilder Vorschlaghammer gegen meine eigenen Rippen.

    Der beißende Geschmack von kaltem Schweiß läuft mir in die Augen, während ich keuchend die staubige Dorfstraße hinabsprinte.

    Jeder Schritt fühlt sich an, als würde ich durch tiefen Schlamm waten. Meine Lungen brennen schmerzhaft bei jedem Atemzug. Ich wage es nicht, mich auch nur für eine Sekunde umzudrehen.

    Hinter mir steigt das nackte Entsetzen auf – eine Katastrophe, die meine gesamte Existenz mit einem Schlag vernichten kann.

    Das gelbe Ortsschild von Helden fliegt an mir vorbei. Ich passiere die aufgestapelten Holzstämme am Wegrand, ohne sie eines Blickes zu würdigen.

    Die herbstlichen, roten Blätter der Bäume wirken in meinen Augen plötzlich bedrohlich. Sie spiegeln das Grauen hinter mir wider. Meine Weste flatterte wild im Wind.


    Entschuldigt aber ich hab echt keine Zeit, wir hören/lesen uns morgen wieder...verdammt, verdammt wo bleiben die?


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  • BlackRacoon
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    • 26. Juni 2026 um 18:14
    • #23

    --> 7 Tage / 7 Geschichten <--


    ...TAG 6...


    Brandursache: Kurzschluss im Elektromotor des selbsgebauten Futtermischers

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    erster eigener Löschversuch mit dem Feuerlöscher: keine Wirkung


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    kurze Zeit später: Scheune und Kuhstall brennen lichterloh


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    Die Helden von Helden treffen ein: die Feuerwehr


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    eine der Sicherungsmaßnahme: Dieseltank kühlen


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    Löschbegin


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  • BlackRacoon
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    • 27. Juni 2026 um 16:26
    • #24

    --> 7 Tage / 7 Geschichten <--


    ...TAG 7...


    Der Brand riss eine klaffende Wunde in das Herz meines Hofes.

    Wo ich seit Jahren geschuftet haben, wo das rhythmische Kauen der Kühe und der vertraute Geruch von trockenem Heu das Leben bestimmten, liegt plötzlich nur noch Asche. Die jahrhunderte alte Fachwerkscheune und der angrenzende Kuhstall wurden innerhalb von Stunden von den gierigen Flammen komplett verschlungen.

    Zurück blieb ein trostloser, leerer Fleck aus verbrannter Erde, Schutt und bitteren Erinnerungen.

    Ein ganzes Jahr lang blicke ich jeden Morgen auf diese kahle, schlammige Freifläche und den paar wenigen Überresten.


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    Doch Aufgeben ist für mich als sturer Fleckvieh-Bauer nie eine Option.

    Ein Jahr nach der Katastrophe ist die Zeit der Trauer vorbei; es ist Zeit für den Neuanfang.

    Mit dem Mut der Verzweiflung und der Unterstützung der gesamten Dorfgemeinschaft packe ich an. Wo einst das morsche, feueranfällige Fachwerk stand, wächst in wochenlanger Arbeit ein modernes, funktionales Wirtschaftsgebäude heran.

    Die neue, weitläufige Halle mit ihrem robusten grünen Blechdach und den massiven Backsteinmauern bietet endlich wieder Platz für meine Maschinen.

    Die klaffende Wunde ist geschlossen.


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    Einmal editiert, zuletzt von BlackRacoon (27. Juni 2026 um 22:00)

  • BlackRacoon
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    • 2. Juli 2026 um 16:31
    • #25

    ...Bella, Uschi, Edeltraud & Gerda...


    Ihr habt euch sicherlich gefragt, was mit den Milchkühen nach dem Brand geschehen ist.

    Hier kann ich wohl vom Glück im Unglück sprechen.

    Nur zwei Tage vor der Katastrophe hatten die Handwerker und Bauarbeiter ihre Arbeiten am neuen Milchviehstall und am Bullenstall komplett abgeschlossen. Es war ein langes, teures Projekt gewesen, dass mir schlaflose Nächte bereitet hatte.

    Doch in der Nacht des Feuers wurde dieser Neubau zum Lebensretter.

    Am Vorabend des Brandes hatte ich die Herde – fast wie durch eine Vorahnung – zum ersten Mal in den neuen, modernen Stall umgestallt. Als die Funken des alten Gebäudes im Wind flogen und die Flammen in den Himmel schossen, standen die Kühe und Bullen bereits sicher in den Neubauten.

    Die gute und so auch geplante natürlich Belüftung verhinderte sogar, dass der gefährliche Qualm zu den Tieren drang.

    Als damals der Morgen graute und die Feuerwehr die letzten Glutnester löschte, ging ich mit zittrigen Knien hinüber zum neuen Stall. Ich öffnete die Schiebetür. Drinnen lag das Vieh ruhig im frischen Stroh, kaute gemütlich wieder und blickte mich aus großen, dunklen Augen an.

    Kein einziges Tier war verletzt worden.

    Der alte Stall lag damals in Schutt und Asche. Aber das Herzstück meines Hofes – die Tiere – waren unversehrt. Während ich der Leitkuh „Bella“ sanft über die Stirn strich, wusste ich: das Wichtigste war gerettet.


    die alte Weide für das Jungvieh, auf dieser Fläche sind die neuen Ställe entstanden


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    die neue Weide für das Jungvieh



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    die zwei neuen Ställe (Nord, West, Süd & Ostansicht)


    NORD

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    WEST

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    SÜD

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    OST

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    der Bullenstall



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    Futtermischer Bullenstall



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    Güllesilo



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    Rübenschnitzel-Häcksler, Futtermischer Milchviehstall, Misthaufen, Lagersilos für Futter & Lagerplatz Silageballen



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    Milchviehstall



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    • 12. Juli 2026 um 10:55
    • #26

    ...der Verführer & sein jüngeres ich...


    Mit beiden Händen drücke ich die schweren Holztore meiner Maschinenhalle auf. Das vertraute Quietschen hallt über den Hof, und die warme Abendsonne schneidet durch das dämmrige Innere.

    Da stehen sie nun, Seite an Seite im tanzenden Staub: mein treuer 1056XL, dessen Kauf vor ein paar Jahren ich bis heute nicht bereue, es war ein reiner Vernunft und den finanziellen Umständen geschuldeter Kauf, er bot einfach das beste Preis-/Leistungsverhältnis aber er überraschte mich jeden Tag aufs neue, natürlich im positiven Sinne und das neue Kraftpaket für den Hof, der IHC 1455XL.


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    Meine neuen Geräte forderten einfach zu viel Tribut. Mein 1056XL kämpfte tapfer, aber ich spürte an jedem Hang, dass er an seine Grenzen stieß. Der stetig steigende Leistungsbedarf ließ mir keine Wahl:

    Ich brauchte mehr Hubraum, mehr Gewicht, mehr rohe Kraft.

    Ich werde den Tag nicht vergessen, als ich den 1455XL das erste Mal fuhr, dass tiefe, dumpfe Grollen des Sechszylinder-Turbomotors ging mir durch Mark und Bein, gefolgt von diesem unverkennbaren, feinen Pfeifen des Turboladers.

    Mit seinen 145 PS und der bulligen Allradachse ist dieser Schlepper eine ganz andere Liga. Er ist die perfekte Antwort auf meine neuen schweren Geräte.

    Ich trete einen Schritt zurück und betrachte meine beiden roten Riesen. Der 1056XL wird ab jetzt die Hofarbeiten und das Grünland übernehmen, während der 1455XL fürs Grobe zuständig ist.


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    Ich klopfe dem neuen Riesen stolz auf das feste Blech der Motorhaube und hoffe das sich die Entscheidung auszahlt!

    4 Mal editiert, zuletzt von BlackRacoon (12. Juli 2026 um 12:12)

  • BlackRacoon
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    • 20. Juli 2026 um 16:10
    • #27

    ...altes Eisen und neues Saatengrün...


    ich streiche mir über das wettergegerbte Gesicht und blicke zufrieden über die saftig grüne Wiese.

    Heute steht die Grünfuttergewinnung für meine Milchkühe und Mastrinder auf dem Plan. Das Wetter passt perfekt.

    Ich steige auf meinen treuen IHC 1056. Die Kombination aus Fahr Front- und Heckmesserbalken ist montiert. Ich schwöre einfach auf diese alte Technik.

    Während moderne Trommel- oder Scheibenmähwerke das Gras oft rücksichtslos „rupfen und zupfen“, schneidet der alte Messerbalken das Futter sauber und schonend ab.

    Das ist besser für den Nachwuchs der Wiese und hält das Futter sauber.


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    Nachdem das Gras flach liegt, spanne ich um. Der Kuhn GF 6512 kommt zum Einsatz. Den Wender habe ich erst im Vorjahr günstig gebraucht geschossen. Maschine und Traktor arbeiten perfekt zusammen.

    Der Kuhn wirbelt das duftende Gras gleichmäßig auf der Fläche auf, damit die Sonne ihre Arbeit tun kann.



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    Am Spätnachmittag folgt der letzte Schritt: das Schwaden.

    Eigentlich eine Routineaufgabe, doch heute ist alles anders. Mein alter Schwader verweigert nach jahren treuer Dienste endgültig die Arbeit und verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand.

    Als ich gerade den IHC auf den Hof steuere, biegt auch schon der Landmaschinenhändler um die Ecke.

    Auf dem Anhänger glänzt ein nagelneuer Claas-Schwader in hellem Saatengrün. Der Händler lädt die Maschine ab, hilft mir kurz beim Ankoppeln und wünscht eine gute erste Fahrt.

    Ich blicke auf die moderne Technik hinter meinem IHC. Ein starker Kontrast, aber die Arbeit wartet. Ich lege den Gang ein und fahre zurück aufs Feld.



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    Mal schauen, wie sich der Neue schlägt.

  • BlackRacoon
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    • 27. Juli 2026 um 18:14
    • #28

    ...Nachtschicht...

    Der Mond steht wie eine fahle Sichel über den Hügeln, als ich den Motor meines Schleppers zum Leben erwecke. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es bereits Spät am Abend ist. Eigentlich ist das die Zeit fürs Sofa, doch das unberechenbare Sommerwetter zwingt mich zur Nachtschicht auf der großen Wiese am Waldrand.

    Aber warum ist nicht die gekaufte Krone-Presse am Schlepper angekoppelt? Das liegt am damaligen Feuer auf dem Hof. Die Krone Quaderballenpresse stand zwar nicht direkt in den Flammen, aber die enorme Strahlungshitze gab ihr den Rest.

    Jeder Landwirt weiß schließlich: Starke Hitze und moderne Kunststoff-Verkleidungen vertragen sich überhaupt nicht. Die komplette, formschöne Verkleidung der Krone-Presse schmolz in der Hitze einfach so dahin wie Eis in der prallen Sommersonne – ein trauriger Haufen geschrumpfter High-Tech-Plastikreste auf einem ansonsten intakten Stahlrahmen.

    Totalschaden.

    Da das Gras damals auf den Wiesen wartete, musste Ersatz her. Mein Landmaschinenhändler hatte in der Kürze der Zeit nur ein einziges einsatzbereites Gerät auf dem Hof stehen: eine robuste Welger Rundballenpresse.

    Es hieß schlichtweg „zuschlagen oder zusehen, wie das Futter verdirbt“.


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    Jetzt, in dieser kühlen Nacht, bereue ich den Spontankauf keineswegs. Das Zusammenspiel der Maschinen funktioniert perfekt.

    Direkt im Anschluss folgt der nächste Schritt: Dank der RüFa und dem 3-Punkt Ballenwickler wickele ich die frisch gepressten, kugelrunden Grasballen sofort sauber mit Stretchfolie ein, um den Sauerstoff komplett auszuschließen.


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    So entsteht noch auf dem Feld die wertvolle, energiereiche Silage für den nächsten Winter.


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    Dank der Welger, des Ballenwicklers und einer langen Nachtschicht sind die Ballen noch vor Mitternacht fertig.

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